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Emotionales Aufzuchtspiel, das die traumatische Nachkriegskindheit sensibel erzählt und moralische Entscheidungen verlangt

Emotionales Aufzuchtspiel, das die traumatische Nachkriegskindheit sensibel erzählt und moralische Entscheidungen verlangt

Bewertung (1 Stimmen)

Programm-Lizenz Zahlung

Hersteller Sarepta Studio

Version 2.0.111

Läuft unter Android

Bewertung

(1 Stimmen)

Hersteller

Sarepta Studio

Läuft unter

Android

Programm-Lizenz

Zahlung

Version

2.0.111

Vorteile

  • Anspruchsvolles Thema sensibel umgesetzt
  • Emotionale, authentische Geschichte
  • Beeindruckende, handgezeichnete Grafik
  • Gut lokalisiert auf Deutsch
  • Keine Werbung in der Vollversion

Nachteile

  • Nicht für jüngere Kinder geeignet (ab 12 Jahren empfohlen)
  • Gameplay eher ruhig und weniger abwechslungsreich
  • Manchmal schwer vorhersehbare Konsequenzen der Dialoge

Einfühlsames Simulationsspiel rund um die Folgen des Zweiten Weltkriegs

Spielkonzept und Hintergrund

My Child Lebensborn ist kein typisches Mobile Game, sondern verbindet niederschwellige Nurturing-Mechaniken mit einer anspruchsvollen Thematik: Die Spieler übernehmen die elterliche Verantwortung für ein sogenanntes Lebensborn-Kind im Norwegen der Nachkriegszeit. Die historische Grundlage des Spiels – die NS-Initiative Lebensborn – wird in einer bewegenden, persönlichen Geschichte verarbeitet. Dabei beleuchtet das Spiel erstmals auf dem Smartphone die Perspektive der damals von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffenen Kinder.

Gameplay und Mechanik

Die Steuerung ist intuitiv gehalten: Über einfache Menüs kümmern sich die Nutzer um alltägliche Bedürfnisse des Kindes, darunter Ernährung, Hygiene, Beschäftigung und Zuneigung. Dazu stehen verschiedene Interaktionsmöglichkeiten zur Verfügung, etwa Kochen, Spielen, die Zimmerpflege oder das Anziehen des Nachwuchses. Die Stimmung des Kindes, seine Energie sowie seine psychische Verfassung sind ständig im Blick zu behalten und beeinflussen einander spürbar.

Ein zentrales Element sind Gespräche mit dem Kind. Diese Dialoge greifen die Erfahrungen des Kindes mit seinen Mitmenschen und im Schulalltag auf – etwa Beleidigungen oder Ausgrenzungen, die sich auf die Psyche des Kindes auswirken. Jede Antwort hat unterschiedliche, mitunter dauerhafte Auswirkungen auf das Verhältnis und den Gemütszustand des Kindes.

Ästhetik und Atmosphäre

Die melancholische Grafik mit ihren handgezeichneten Bildern trägt erheblich zur emotionalen Wirkung bei. Die stimmungsvolle Musik und die dezente Soundgestaltung verstärken das Gefühl, Zeuge einer bedeutenden, persönlichen Geschichte zu werden. Die deutsche Übersetzung ist gelungen und gibt Dialoge sowie Zwischentexte authentisch wieder.

Inhaltlicher Mehrwert

Die Entwickler von Sarepta Studio verfolgen das Ziel, neben Unterhaltung auch historische Aufklärung zu bieten und für Empathie gegenüber Kriegsopfern zu sensibilisieren. Die nach Dokumenten und Zeitzeugnissen recherchierte Geschichte integriert Informationen zur Lebensborn-Initiative und thematisiert die Auswirkungen von Krieg und Vorurteil auf Kinder. Das Spiel eignet sich daher nicht nur für Spieler, die ungewöhnliche Simulationsspiele suchen, sondern auch für pädagogische Kontexte.

Zugang und Preisgestaltung

Eine kostenlose Testversion erlaubt den Einstieg ins Spiel, die Vollversion (mit allen Handlungsoptionen und ohne Werbeeinblendungen) ist für einen moderaten, einmaligen Betrag erhältlich. In-App-Käufe oder störende Werbung sind in der Vollversion nicht enthalten.

Fazit

My Child Lebensborn öffnet einen neuen Zugang zum Thema Kriegskinder in einer einprägsamen, interaktiven Form. Mit seinem einfühlsamen Ansatz, der sich von typischem Casual-Gaming abhebt, richtet sich das Spiel an alle, die nachdenklich stimmende, tiefgreifende Geschichten auf dem Smartphone erleben möchten.

Vorteile

  • Anspruchsvolles Thema sensibel umgesetzt
  • Emotionale, authentische Geschichte
  • Beeindruckende, handgezeichnete Grafik
  • Gut lokalisiert auf Deutsch
  • Keine Werbung in der Vollversion

Nachteile

  • Nicht für jüngere Kinder geeignet (ab 12 Jahren empfohlen)
  • Gameplay eher ruhig und weniger abwechslungsreich
  • Manchmal schwer vorhersehbare Konsequenzen der Dialoge

Screenshots von My Child Lebensborn